Nachhaltig willkommen heißen: Energie sparen mit einer neuen Haustür und neuen Fenstern

Kai
Moderne Haustür mit Vordach
© schulzfoto / stock.adobe.com

Alt- und Neubauten zu dämmen, gehört heute zum guten Ton. Schließlich ist bekannt, dass sich die Modernisierung durch Einsparungen insbesondere bei den Heizkosten auf Dauer bezahlt macht und zugleich der Umwelt nutzt. Bei der Sanierung der Fassade werden indes manche Schwachstellen oft übersehen, zum Beispiel die Haustür und die Fenster. Gerade hier kann es bei Undichtigkeiten zu kostspieligen Energieverlusten kommen. Wer sein Eigenheim rundum perfekt dämmen will, sollte daher den Eingangsbereich sowie die Fenster nicht vergessen. Spätestens nach 20-25 Jahren, so raten Fachleute, empfiehlt sich der Austausch alter Türen und Fenster. Die besten Tipps dazu gibt es hier.

Auch Haustüren gehen mit der Zeit

Ähnlich wie bei Fenstern ist auch bei Haustüren die Entwicklung in Sachen Energieeffizienz und Wärmedämmung nicht stehen geblieben – ganz im Gegenteil. Ältere Modelle aus den 70er- oder 80er-Jahren können naturgemäß die heutigen Ansprüche nicht mehr erfüllen. Moderne Türen aus Verbundwerkstoffen erreichen dagegen Dämmwerte, die sich auf Passivhaus-Niveau bewegen und die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes nochmals übertreffen.

Bei einigen Herstellern kommen hierfür spezielle Composite-Materialien zum Einsatz, die sich bereits im Flugzeug- und Bootsbau sowie beim Bau von Windrädern bewährt haben. Dabei werden Fiberglas und weitere Verbundwerkstoffe in einem neu entwickelten Verfahren miteinander kombiniert. Das Resultat ist eine Tür, die Energieverluste in der Fassade vermeidet und so auf Dauer zu geringeren Heizkosten beiträgt, im Neubau ebenso wie bei der Modernisierung eines älteren Gebäudes.

Zugleich ist der Eingangsbereich so sicher, dass eine einbruchhemmende Wirkung gemäß der Widerstandsklasse 1 bereits in der Standardausführung erreicht wird (optional ist oft auch WK 2 möglich). Bei der Farbwahl, den Oberflächen und dekorativen Elementen hat der Hauseigentümer bei den meisten Herstellern und Modellen heutzutage freie Hand und kann die Energiespartür ganz nach den eigenen Wünschen gestalten lassen.

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Türen nach Maß konfigurieren

Die Haustür prägt entscheidend die Fassade und will daher mit Bedacht ausgewählt werden. Von der Farbe über Glasausschnitte bis zur Form der Griffe kann der Käufer heute seine Tür i.d.R. individuell konfigurieren. Einen echten Blickfang stellt auch ein Willkommensgruß mit integrierter LED-Beleuchtung in der Schwelle dar. Im Fachhandel erhält man dazu viele Tipps und auf Wunsch eine persönliche Beratung.

Wie viel Energie kann eine moderne Haustür einsparen?

Eine moderne Haustür spart im Vergleich zu einem alten, ungedämmten Modell jährlich rund 150-300 Kilowattstunden Heizenergie ein, was einer Kostenersparnis von etwa 20-40.- Euro entspricht. Dieser Effekt wird vor allem durch spezielle Dämmkerne, thermisch getrennte Rahmen und umlaufende Dichtungssysteme erzielt, die unangenehme Zugluft zuverlässig stoppen. In Verbindung mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen wie die Dämmung der Fassade oder die Dachgestaltung etwa durch hochwertige Trapezbleche potenziert sich diese Energie- und Kostenersparnis u. U. auf mehrere hundert Euro im Jahr.

Obwohl sich die Anschaffung der Tür allein über die reinen Energiekosten erst nach einiger Zeit amortisiert, lohnt sich der Austausch durch den entsprechenden Komfortgewinn direkt, u. a. durch weniger Zugluft im Flur. Darüber hinaus profitieren Hausbesitzer von staatlichen BAFA-Zuschüssen sowie einem deutlich verbesserten Einbruch- und Schallschutz. Dadurch werden sowohl der Wohnwert als auch die Sicherheit nachhaltig gesteigert.

Und die Fenster?

Wer sein Haus auf den neuesten Stand der Energieeffizienz bringen will, sollte neben der erwähnten modernen Eingangstür auch einen Austausch der alten Fenster in Betracht ziehen. Dieser ist nicht nur relativ unkompliziert und wirkt sich auf den Energieverbrauch besonders effektiv aus, er ist auch dank direkter Zuschüsse und zinsgünstiger Kredite der KfW-Bank gut finanzierbar.

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Moderne Verglasungen sind mehr als doppelt so wärmedämmend wie alte Verbundfenster von vor 1995 und sogar fünfmal leistungsfähiger als die ganz alten Einfachverglasungen. Die besten Werte erreichen Dreifachverglasungen, doch bereits durch den Austausch von 20 qm Einfachglas gegen Zweifach-Isolierglas mit Wärmeschutzbeschichtung (spezielle Beschichtung in Kombination mit einer Edelgasfüllung aus Argon im Scheibenzwischenraum) lassen sich im Jahr mehr als 1.000 Liter Heizöl und knapp 3.000 kg Co² einsparen.

In den meisten Fällen lassen sich Zweifach-Isoliergläser sogar problemlos in die bestehenden Rahmen einsetzen, das spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit beim Einbau. Ein Tausch der Scheiben durch einen Profi nimmt dann nur ca. zwei Stunden Zeit pro Fenster in Anspruch. Ein weiterer Vorteil: Moderne Fenster bzw. Verglasungen können mit zusätzlichen Funktionen wie Sonnenschutz, Lärmschutz, Schallschutz oder Selbstreinigungsfunktion ausgestattet werden. Und auch der Einbruchschutz verbessert sich durch hochwertigeres Glas oder komplett neue Fenster sehr stark.

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